Überwachung von Arbeitnehmern

Als der besptzelungsskandal von Lidl ans Tageslicht kam, waren viele über solche Methoden empört. Jetzt weis man das es sich bei Lidl nur um die Spitze des Eisberges handelt. Jetzt wurden neue Fälle von anderen Einkaufsmärkten bekannt. Aber nicht nur im Einzelhandel sollen Mitarbeiter überwacht werden, auch größere Konzerne wie Daimler sollen ihre Angestellten überwacht haben. Oft geht es in den Protokollen der Märkte um banale und teilweise private Dinge der Angestellten. So sollen private Daten wie, Alkoholprobleme, Arbeitslosigkeit im Bekanntenkreis, Scheidung und das Verhalten des einzelnen notiert worden sein. Doch auch wie im Fall Lidl, streiten andere Einzelhandelsketten die Verwendung und Aufzeichnung solcher Daten ab. Noch erschreckender ist, das nicht nur Angestellte sondern auch Kunden überwacht werden. So wurde einer Frau in Stuttgart von ihrer Bank eine Rechnung für Reinigungskosten übersendet. Die Bank stützt sich bei diesem Vorwurf auf ein Überwachungsvideo das die Frau und ihre 3 Jahre alte Tochter gefilmt hatte, als sie Geld in einer Bank abhob. Kurz vor dem Betreten der Bank trat ihre Tochter in Hundekot, was zu der Verunreinigung der Bank führte. Die bank legt die Verschmutzung aber als absichtliche Tat aus. Mit Hilfe des Überwachungsbandes und dem Zeitpüunkt an dem die Frau Geld abhob ermittelte die Bank die Adresse der Frau und schickte ihr die Rechnung.

3 Reaktionen zu “Überwachung von Arbeitnehmern”

  1. mr

    Mittlerweile haben die zuständigen Datenschützer zum Thema gesprochen – es war nicht rechtmäßig. Die Begründung ist aber fadenscheinig: die Tochter hatte nämlich angeblich keinen Hundekot hereingetragen, sondern selbst produzierten Kot hinterlassen (was für mich auch die Mutter in anderem Licht erscheinen lässt). Dank Datenschutz werden wir das Video aber wohl nicht zu Gesicht bekommen.

    Ich finde, man sollte hier endlich mal eine Grenze ziehen. Seit Jahrzehnten sind wir gewohnt, an jeder Tankstelle gefilmt zu werden. Die Videoüberwachung von Geldautomaten ist ebenfalls schon lange de facto Pflicht. Das alles ist keine Kundenüberwachung, sondern Schutz vor Straftaten.

    Wenn aber Firmen tatsächlich systematisch Daten über die Kunden auswerten (Bewegungsprofile, Einkaufsgewohnheiten oder schlimmeres), dann muss eine Grenze gezogen werden. Und nicht nur bei Videokameras, sondern auch bei RFID-Einkaufswagen und vielem mehr.

  2. Schäffer Christian

    Es ist doch schon sehr erschreckend wo nun überall die Überwachung statt findet. Man kann nun wirklich alles übertreiben. Aber an Stellen an denen eine sinnvolle Überwachung sein sollte, ist dies nicht der Fall. Statt dessen überwachen die Arbeitgeber schon die Mitarbeiter. So ist man doch nur noch ein Sklave des Betriebs. Der Chef sollte sich doch mal in die Lage des Arbeitnehmers versetzen. Denn die Leistung durch eine bewusste Überwachung am Arbeitsplatz geht in die Knie. Sinnvoll ist eine Überwachung als Beispiel doch für ein Eigenheim wenn man im Urlaub ist. So kann doch ein Einbruch per Video festgehalten werden.

  3. Detektiv Auskunft

    Die Entwicklung bezüglich der Überwachung ist beängstigend und erschreckend zugleich. Sie findet ja längst nicht mehr in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Bahnhöfen oder Flughäfen statt, sondern hat auch längst öffentliche Plätze und Strassen erreicht. Man kann davon halten was man möchte, jedoch alles unter den Deckmantel der Sicherheit zu kehren ist sicherlich auch nicht der richtige Weg.

    Mehr zum Thema Überwachung findet man auch im Glossar unter http://www.detektei-auskunft.com

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