Detektive der Musikindustrie

RTl empfahl kürzlich in einer Fernsehsendung eine „vorbeugende Unterlassungserklärung“ der Musikindustrie zukommen zu lassen um Geldforderungen zu vermeiden. Die Anwältin Nina Haberkamm kann dies nicht empfehlen. Wie in dem Beitrag von RTL bekannt gegebn wurde Arbeit die Knazlei Rasch im Auftrag von den 6 größten Musikunternehmen. Der Vorwurf gegen die NUtzer von Digitalen Tauschbörsen: Urheberrechtsverletzung wegen Download von geschützten Musikstücken bzw. Verbreitung solcher. Ca. 5000 Abmahnungen schickt die Kanzlei Rasch pro Monat raus mit Strafen von 3.000 – 10.000€. Zur Aufspürung von diesen „Urheberrechtsverletzern“ setzt die Kanzlei auf die proMedia GmbH. Geschäftsführer dieser Firma ist, Rechtsanwalt Rasch selbst. Sehr interessant daran ist, das es ja auch die Möglichkeit gibt per Internetradio Musik mitzuschneiden. So wie man es mit einem herkömmlichen Radio und einer Kassette kennt, das ist ja auch nicht verboten. Zudem hatte schon eine Studie die Behauptungen der Musikindustrie, enorme Verluste durch die ilegale Nutzung von Tauschbörsen zu haben, widerlegt. Zwar ist der Umsatz der Musikindustrie auf dem herkömmlichen Markt zurückgegangen, jedoch ist der Umsatz im Internet gestiegen. Zum Besipiel durch bezahlte Downloads. Mit einer Unterlassungserklärung setzt man sich eher der Gefahr einer Vertragsstrafenverordnung aus. Diese ist sehr viel Kostspieliger als ein Abmahnverfahren. Gibt man eine solche Erklärung ab, muss man als Erziehungsberechtigter dafür sorgen das die eigenen Kinder solche Tauschbörsen nicht mehr nutzen. Zudem stellt sich sehr oft in den Tatsächlichen Verfahren heraus, das eine Verletzung des Urheberrechts gar nicht nachgewiesen werden kann oder überhaupt nicht vorliegt. Eine solche Unterlassungserklärung ist ja schon fast ein Schuldeingeständnis. Aber warum unterwerfen wenn man sich nicht schuldig fühlt. Bei dem erhalt einer Abmahnung empfiehlt es sich eine genaue rechtliche Prüfung durchführen zu lassen.

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