Lohnskandal auf ECE-Baustelle

Noch vor kurzem wurde das Vorzeigeprojekt auf der größten Niderbayerischen Baustelle gelobt, wo gerade ein ECE-Einkaufscenter gebaut wird. Denn dort müssen sich Facharbeiter aus der Türkei mit 5€ pro Stunde zufrieden geben. Nun ist das gelobte Projekt ein Fall für Zoll und Staatsanwaltschaft. Den im Baugewerbe gibt es fest vorgeschrieben Mindetlöhne, die für einen Facharbeiter bei 12,40€ Brutto pro Stunde liegen und für Hilfskräfte bei 10,30€ liegen. Das sogenannte Arbeitnehmer-Entsendegesetz soll auch garantieren, dass Arbeitsplätze nicht durch importierte Billiglohnkräfte verloren gehen. Oft kommen Zoll und Staatsanwaltschaft nicht an diese Fälle ran, da die Ausländischen Arbeiter oft kein Deutsch können, sich gar nicht bewusst sind was für rechte sie haben und Angst um ihre Stelle habe. Aufgedeckt wurde dieser Fall durch einen Arbeitsunfall. Jetzt hat einer der Arbeiter als Kronzeuge beim Zoll ausgesagt. Sollte sich in diesem Fall tatsächlich bewahrheiten das der Mindestlohn unterschritte wurde, muss der Arbeitgeber mit einer Geldbuße von 500.000€ rechnen.

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